Ping-Pong – Bild trifft Wort trifft Bild – Die Seitensprünge der Mnemosyne

Workshop „Schreiben zur Kunst“ am 06.10.2021 um 17.00 Uhr und Finisage zur Ausstellung am 10.10.2021 um 17.00 Uhr bei den Beginen in Rostock.

Christa Budde © privat

Birgit Flögel © privat

Raifeh Al-Masri © privat

Die Malerin Angela Preusz, die Fotografin Silke Paustian und die Autorinnen Christa Budde, Birgit Flögel und Raifeh Al-Masri schauen in einer Zeit von Chaos gemeinsam durch das Prisma der Inspiration. Sie finden Resonanz zueinander und gehen auf die Suche nach dem, was aus der Unordnung entstehen will. Wie Mnemosyne efinden sie eine performative Welt in der jede/Jeder sich verwandeln kann.

Christa Budde veröffentlichte 2006 ihre erste Reiseerzählung Kraniche über Saiwa. Die Arbeit der promovierten Biologin führte sie in viele Länder und die Eindrücke aus jener Zeit finden oft Eingang in ihre Werke. Nach zehn Jahren in der Verhaltensforschung arbeitet sie seit 2008 in der Umweltbildung. In diesem Bereich veröffentlichte sie zahlreiche populärwissenschaftliche Texte. Regelmäßig schrieb sie Glossen für die Familienzeitschrift Die Landknirpse. Diese erschienen 2017 gesammelt in ihrer zweiten belletristischen Veröffentlichung Ach Mami. Im Dezember 2017 erhielt sie das Landesstipendium MENTORING KUNST. In ihren aktuellen Werken wendet sie sich inhaltlich und thematisch vorwiegend dem Kinderbuch zu. Christa Budde lebt und arbeitet heute in einem kleinen Ort in der Nähe von Stralsund.

Birgitt Flögel: „Zeitlebens frage ich mich, wie Leben als Frau gelingen kann, in der Reihe unserer unterdrückten Ahninnen stehend, mit den Botschaften aus der Vergangenheit, mit den Ängsten, nicht zu genügen. Als Mutter von fünf Kindern treibt mich die Sorge um: Wieviel muss, wieviel kann und wieviel will ich geben an Lebenskraft und Zeit? Dies spiegelt sich auch in meinen Texten wider.“

Raifeh Al-Masri

Auf einem roten See bin ich festgebunden wie eine Seerose,
Du begleitest mich wie ein Stern auf meinem Weg.
Der Tanz versteckt sich in deinen Ärmeln wie die Tauben.

Komm, ich rolle dir mein zerfurchtes Herz wie einen Teppich aus,
um deine herabfallenden Maulbeeren einzusammeln.
Feucht vom Nektar des Wartens ziehe ich mich zurück.
Eine Tasse versteckt die Geheimnisse einer Wahrsagerin,  
sie liest den Geist eines Gedichts.
Sei ein Gedicht.
Sei ein jungfräuliches Gedicht und öffne Dich für die Zeit,
damit Du in meiner Hand trocknen kannst wie ein Weizenkorn.
Du bist meine Wolke, gebunden an den Traum von der Vergangenheit.
Der Tanz versteckt sich in deinen Ärmeln wie die Tauben.

Ich kam vor dir auf diese Welt,
Um dir auf den Schmerzen der anderen mein Herz zu kochen.
Tränen bin ich,
Wein bist du.
Unser Durst nacheinander wird nicht weniger, während wir am Rand der Straße stehen, die sich wie von Sinnen aufreißt.

 

Ping-Pong – Bild trifft Wort trifft Bild – Die Seitensprünge der Mnemosyne

Angela Preusz | informelle Malerei
Silke Paustian | lyrische Fotografie
Christa Budde | Autorin
Birigt Flögel | Autorin
Raifeh Al Masri | Autorin

02.10.–10.10.2021
performative Ausstellung | täglich 10–18 Uhr und nach Absprache

Eröffnung | 01.10. 18:30 Uhr
Workshop | 06.10. 17–20 Uhr | Schreiben zu Kunst – Workshop mit Menschen zwischen 10 und 99 Jahren
Finissage  | 10.10. 17 Uhr | mit Lesung

 

DIE BEGINEN
Heiligengeisthof 3, Eingang Faule Grube
18055 Rostock
Tel.: 0381 128 9797

 

Vorstand

Vorsitzender 
Ralph Kirsten, Rostock

Stellvertreter 
Reiner Mnich, Literaturhaus Rostock
Renè Börrnert, Wolgast

Weitere Vorstandsmitglieder 

  • Wiebke Juhl-Nielsen, Evangelische Akademie der Nordkirche
  • Ines Kakoschke, Lubmin
  • Kati Mattutat, Koeppenhaus Greifswald
  • Viola Kühn, VS Mecklenburg-Vorpommern
  • Anne Zandt

Kontakt

LiteraturRat M-V, c/o Literaturhaus Rostock
Doberaner Straße 21
18057 Rostock

Tel.: 0381-4925581
E-Mail: info (at) literaturrat-mv.de

Förderer

Der Literaturrat M-V e.V. wurde seit 2017 gefördert durch das Ministerium für Bildung, Wissenschaft und Kultur Mecklenburg-Vorpommern. Von 2020 bis 2023 wurde der Literaturrat MV gefördert von: Neustart Kultur, der Kulturstiftung der Länder und vom Fonds Soziokultur.