20:00 Uhr | Kinder oder Schreiben – über die (Un-)Vereinbarkeit von Familie und Autor:innenschaft

Lesung und Diskussion auf Zoom

Katharina Bendixen © Gert Mothes

Dmitrij Gawrisch © Dirk Skiba

Linn Penelope Micklitz © Christiane Gundlach

Barbara Peveling © Lou Peveling

Der Autor als Genie, das in Abgeschiedenheit und Ruhe ein großes Werk schafft: ein hartnäckiges Klischee, dem eine traditionelle familiäre Rollenaufteilung zugrunde liegt. Meistens war das Genie männlich – oder weiblich und kinderlos bzw. eine »Rabenmutter«.

Das Bild vom ungestörten, fokussierten Schaffensprozess bestimmt häufig auch die Autor:innenförderung und schränkt diese für schreibende Eltern ein: Mit Familie kann man zu den wenigsten Aufenthaltsstipendien, Stadtschreiberstellen etc. anreisen. Ein Künstlerhaus beispielsweise begründete seine ablehnende Haltung gegenüber mitgebrachten Kindern explizit so: »(…) it really troubles other writers who need to concentrate«. 

Was es in der Förderung, aber auch im Alltag bedeutet, als Autor:in mit Familie Raum und Zeit für die eigene kreative Arbeit zu finden und auch vor sich selbst zu verteidigen, dokumentiert das Blog »other writers«, das Katharina Bendixen, Sibylla Vričić Hausmann und David Blum 2020 ins Leben gerufen haben. 

Im Gespräch mit Bendixen und drei Autor:innen des Blogs möchten wir über die Vereinbarkeit von Familie und Schreibprozess sprechen, aber auch über Rollenbilder im Wandel und die Auswirkungen, die Elternschaft auf literarische Formen und Themen hat. 

Es lesen und diskutieren die Autor:innen und Eltern Katharina Bendixen, Dmitrij Gawrisch, Linn Penelope Micklitz und Barbara Peveling.

Katharina Bendixen, geboren 1981 in Leipzig, schreibt Bücher für Erwachsene (poetenladen), für Jugendliche (Mixtvision) und für Kinder (Loewe). Für ihre Texte erhielt sie diverse Auszeichnungen, u.a. das Heinrich-Heine-Stipendium (2017) und ein Stipendium des Deutschen Literaturfonds (2020). Ihre zwei Söhne kamen 2016 und 2018 zur Welt.

Dmitrij Gawrisch, 1982 in Kiew geboren, in Bern aufgewachsen, lebt heute in Berlin. Zunächst studierte er Betriebs- und Volkswirtschaftslehre an der Universität Bern. Neben Prosa schreibt er literarische Reportagen und Theaterstücke, darunter »Brachland«, »Mal was Afrika« und »Wird schon werden«. Er ist getrennterziehender Vater eines siebenjährigen Sohnes und arbeitet derzeit an einem Roman.

Linn Penelope Micklitz wurde 1992 in Thüringen geboren und studierte Philosophie und Kreatives Schreiben am Deutschen Literaturinstitut in Leipzig, wo sie als Literaturredakteurin beim kreuzer und an der Universität arbeitet. Sie erhielt unter anderem 2019 das Stipendium für Nature Writing vom Verlag Matthes & Seitz und den Eobanus Hessus Preis für junge Literatur. Ihr Sohn kam 2020 zur Welt.

Barbara Peveling, 1974 geboren, Autorin und promovierte Anthropologin. Finalistin beim Open Mike 2006. Sie hat zwei Romane veröffentlicht und bei der Edition Nautilus im Frühjahr 2021 einen Essayband über das Kinderkriegen zusammen mit Nikola Richter herausgegeben. Sie war 2020 NRW-Regionsschreiberin und hat ihre drei Kinder mit in das Stipendium genommen.

Die Veranstaltung ist kostenlos.

Zoom Link: https://zoom.us/j/92215408619

Stream Via Youtube.

Eine Veranstaltung in Kooperation mit dem Literaturhaus Rostock.

Die Veranstaltung wird gefördert im Rahmen von Neustart Kultur der Beauftragten der Bundesregierung für Kultur und Medien durch den Deutschen Literaturfonds e.V.

Fachstelle Literatur

Matthias Schümann
Tel.: 01749670720
Mail: fachstelle(at)literaturrat-mv.de

Vorstand

Vorsitzender 
Ralph Kirsten, Rostock

Stellvertreter 
Marco Zabel, Fritz-Reuter-Museum Stavenhagen
Reiner Mnich, Literaturhaus Rostock

 

Weitere Vorstandsmitglieder 

  • Wiebke Juhl-Nielsen, Evangelische Akademie der Nordkirche
  • Ines Kakoschke, Lubmin
  • Kati Mattutat, Koeppenhaus Greifswald
  • Viola Kühn, VS Mecklenburg-Vorpommern

Kontakt

LiteraturRat M-V, c/o Literaturhaus Rostock
Doberaner Straße 21
18057 Rostock

Tel.: 0381-4925581
E-Mail: info (at) literaturrat-mv.de

Förderer

Der Literaturrat M-V e.V. wird seit 2017 gefördert durch das Ministerium für Bildung, Wissenschaft und Kultur Mecklenburg-Vorpommern.