Kontakt

Brigitte Reimann Literaturhaus

Literaturzentrum Neubrandenburg e.V. Gartenstraße 6
17033 Neubrandenburg

Tel.:  0395 - 571918-2
Fax: 0395 - 571918-8

info (at) literaturzentrum-nb.de  
www.literaturzentrum-nb.de

Literaturzentrum Neubrandenburg e.V.

Brigitte Reimann (1962)

Das Literaturzentrum Neubrandenburg besteht als Institution seit 1971 und ging 1993 in die Trägerschaft eines eingetragenen Vereins über. Es baute im Auftrag der Stadt Neubrandenburg das Brigitte-Reimann-Literaturhaus auf, einen modernen literarischen Gedächtnisort von überregionaler Bedeutung. In einer ständigen Ausstellung werden die Bibliothek, Bilder und Möbel aus dem Nachlass Brigitte Reimanns gezeigt; zahlreiche Fotos, Manuskripte und Briefe geben Einblicke in Leben und Werk der Autorin.

Ein Jahresprogramm mit thematisch wechselnden Schwerpunkten bietet dem Publikum Begegnungen mit SchriftstellerInnen, KünstlerInnen, WissenschaftlerInnen und VertreterInnen aus Politik und Wirtschaft. Die Veranstaltungsformen variieren, es gibt die klassische Autorenlesung und Gesprächsrunden, man kann Künstlern bei der Arbeit über die Schulter schauen oder selbst aktiv werden. Spezielle Projekte richten sich an Kinder und Jugendliche. Die Angebote des Literaturhauses werden zunehmend auch von Einzeltouristen und Reisegruppen genutzt.

Das Literaturzentrum hat kurz nach seiner Gründung damit begonnen, ein Literaturarchiv aufzubauen; es besitzt die facettenreichste Sammlung des Landes M-V zur Literatur nach 1945. Das Literaturhaus beherbergt die literarischen Nachlässe von Brigitte Reimann, Siegfried Pitschmann, Helmut Sakowski, Joachim Wohlgemuth, Margarete Neumann, Martin Pohl und Rudi Strahl. Ein unersetzlicher Bestand von nationaler und internationaler Bedeutung ist der des Schriftstellers Hans Fallada.

Das Hans-Fallada-Archiv befindet sich auf dem Anwesen des Schriftstellers in unmittelbarer Nachbarschaft zum Hans-Fallada-Museum in Carwitz. Den Grundstock des Archivs bildet der literarische Nachlass Hans Falladas, der 1978 von der Akademie der Künste der DDR angekauft wurde und 1995 in das Eigentum des Landes Mecklenburg-Vorpommern überging. Zum Nachlass gehören u.a. Romanmanuskripte wie die Handschrift zu Falladas erfolgreichstem Roman „Kleiner Mann – was nun?“, Briefwechsel, autobiographische und publizistische Arbeiten, Rezensionen und persönliche Dokumente. Außerdem hat das Literaturzentrum in jahrzehntelanger Tätigkeit weitere Dokumente und Sachzeugen für die öffentliche Nutzung zusammengetragen. Besonders mit Unterstützung von Hans Falladas erster Frau Anna Ditzen und den Söhnen Achim und Dr. Ulrich Ditzen konnten wichtige Archivalien erworben werden. Dazu gehören u.a. Familienbriefe, die Arbeitskalender Hans Falladas aus den Jahren 1933 bis 1943 und eine umfangreiche Fotosammlung.

Die Archivbestände des Literaturzentrums bilden die Grundlage für wissenschaftliche Forschungen, Editionen, Filme und Ausstellungen im In- und Ausland.